Abseits vom hellen Lichterglanz und der Energie der Weihnachtszeit kehrt in unseren Gärten langsam Winterruhe ein. Es gibt zwar noch Gemüse zu ernten und Rückschnitte zu erledigen, doch die Hauptarbeit des Jahres liegt fast hinter Ihnen. Unterstützen Sie die Tierwelt in Ihrem Garten und genießen Sie die friedliche Stille des winterlichen Außenbereichs.
Das Jahresende bringt eine willkommene Ruhepause bei der Gartenarbeit mit sich. So wie viele Gewächse eine Phase der Dormanz und Rast benötigen, so geht es auch uns Gärtnern. Eines der Dinge, die ich am Gärtnern am meisten liebe, ist die Verbindung zu den wechselnden Jahreszeiten: das Feiern des neuen Lebens im Frühling, das Nutzen der Sonnenenergie an langen Sommertagen und das Schätzen der kühleren Temperaturen sowie der leuchtenden Farben des Herbstes. Die Natur lehrt uns, dass der Winter eine Zeit zum Ausruhen und Auftanken ist – und wer wären wir, ihr zu widersprechen?
Falls es Sie dennoch in den Fingern juckt, nach draußen zu gehen, gibt es durchaus Aufgaben, die Sie erledigen können. Der Dezember ist ein idealer Monat für den Rückschnitt von Bäumen sowie das Pflanzen von wurzelnackten Hecken, Bäumen und Sträuchern. Zudem ist es an der Zeit, den Garten winterfest für kommende Wetterkapriolen zu machen. Wenn Sie reichlich Grün und Beeren im Garten haben, schneiden Sie ruhig etwas ab, um Ihrem Zuhause eine festliche Atmosphäre zu verleihen.
Der Dezember ist auch eine Zeit der Reflexion. Wenn Ihnen Ihr Garten momentan etwas zu kahl erscheint, lesen Sie unseren Ratgeber für Blumen im Dezember, um zu erfahren, was Sie nächstes Jahr für winterliche Farbakzente und optische Reize pflanzen können.
Blumen, Sträucher & Bäume

Das Wetter (und vielleicht die Festvorbereitungen) bestimmen diesen Monat das Arbeitstempo, aber nutzen Sie mildere Tage, um wurzelnackte Bäume und Sträucher zu setzen. Wenn Sie sich fragen, welche Blumenzwiebeln man im Dezember noch pflanzen kann: Die Antwort lautet „alle Frühlingsblüher“, die Sie noch übrig haben! Es mag nicht der optimale Zeitpunkt sein, aber die Natur ist bemerkenswert nachsichtig, wenn man ihr eine Chance gibt. Wir bieten aktuell 40 % Rabatt auf unsere Frühlingsblüher an – sichern Sie sich also ein Schnäppchen, solange der Vorrat reicht.
Was man im Dezember pflanzen kann
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Pflanzen Sie diesen Monat wurzelnackte Rosen und andere Gartensträucher. Rosen werden oft einzeln gesetzt, doch einige Arten wie die Hundsrose (Rosa canina) oder Sorten der Kartoffel-Rose (Rosa rugosa) eignen sich hervorragend für eine natürliche, informelle Hecke.
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Auch wurzelnackte oder im Topf gezogene Zierbäume wie der Japanische Ahorn (Acer) können jetzt gepflanzt werden.
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Um Ihren Garten optisch aufzuwerten, bieten sich immergrüne Sträucher im Container an, wie etwa Skimmie (Skimmia), Schneeball (Viburnum), Fleischbeere (Sarcococca) oder Mahonie. Kleinere Sorten kommen in Töpfen wunderbar zur Geltung!
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Es ist noch nicht zu spät, um Duftwicken für das nächste Jahr vorzuziehen. Säen Sie diese in tiefe Töpfe, damit die Wurzeln genügend Platz haben, und stellen Sie sie in ein Gewächshaus oder einen kühlen Wintergarten, damit sie vor Frost geschützt sind.
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Tulpen und andere Blumenzwiebeln können weiterhin gesetzt werden – sie blühen dann lediglich etwas später als gewohnt. Unsere Hyazinthen-Mischung ist ideal für Farbtupfer in Kübeln, während die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) eine wunderschöne, oft verkannte Sorte für Beete oder naturnahe Gärten ist.
Vermehrung und Teilung
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Schneiden Sie Steckhölzer von Bäumen und Sträuchern, wie Hartriegel, Schmetterlingsflieder, Forsythie, Schneeball und Pfeifenstrauch.
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Auch von einigen Immergrünen – wie Stechpalme, Skimmie und Liguster – lassen sich jetzt Stecklinge gewinnen. Wenn Ihr Garten mehr Struktur benötigt, wird es Ihnen Ihr zukünftiges Ich im nächsten Winter danken! Gehen Sie dabei wie bei halbverholzten Stecklingen vor.
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Wurzelschnittlinge sind eine großartige Methode, um Türkischen Mohn, Königskerzen (Verbascum) und andere Pflanzen zu vermehren, die neue Triebe aus den Wurzeln bilden. Dies geschieht am besten im Herbst oder Frühwinter.
Rückschnitt und Pflege
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Schneiden Sie laubabwerfende Ziersträucher und Bäume während der Ruhephase zurück. Besonders wichtig ist der Rückschnitt von Japanischem Ahorn, Birken und Weinreben vor Ende Dezember. Auch Hainbuche, Walnuss, Maulbeere, Goldregen und Linde sollten jetzt geschnitten werden, falls dies noch nicht geschehen ist. So wird das „Bluten“ minimiert, da der Saftstrom bei diesen Arten bereits im Hochwinter einsetzt.
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Der Rückschnitt von Kletterrosen oder die Verjüngung wuchernder Exemplare kann jederzeit bis Februar erfolgen.
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Verwilderte laubabwerfende Sträucher vertragen im Winter oft einen radikalen Rückschnitt. Entweder Sie kürzen alle Zweige auf etwa 20 cm ein oder Sie verjüngen weniger wüchsige Sorten schrittweise über zwei bis drei Jahre. Beachten Sie, dass die Blüte für ein paar Jahre ausfallen könnte.
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Entfernen Sie frostgeschädigtes oder fauliges Laub von Ihren Stauden.
Allgemeine Wartung
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Schützen Sie empfindliche Pflanzen mit einer dicken Mulchschicht (z. B. Laub, Stroh oder Kompost) oder Gartenvlies.
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Selbst wenn Kübelpflanzen isoliert sind, bietet das Zusammenstellen an einem geschützten, sonnigen Bereich zusätzlichen Schutz vor der winterlichen Witterung.
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Töpfe können zu dieser Jahreszeit entweder vernässen oder austrocknen. Nutzen Sie Untersetzer oder Füße, um Staunässe zu vermeiden, oder rücken Sie sie unter ein Vordach und gießen Sie bei Bedarf mäßig.
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Kontrollieren Sie eingelagerte Dahlien, Cannas und Begonien regelmäßig auf Fäulnis und sortieren Sie schadhafte Knollen aus.
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Achten Sie bei starkem Schneefall auf immergrüne Gewächse und schütteln Sie den Schnee vorsichtig von den Zweigen, damit diese unter der Last nicht brechen.
Obst und Gemüse

Der Winter ist zwar da, aber die Zeit der knappen Vorräte im Garten beginnt erst später. Wintergemüse wie Kohl, Grünkohl und Rosenkohl gedeihen prächtig, und vielleicht lagern noch Wurzelgemüse in der Erde – perfekt für ein festliches Abendessen aus eigenem Anbau!
Welches Gemüse man im Dezember pflanzen kann
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Rhabarber befindet sich in der Ruhephase; jetzt ist der ideale Moment, um neue Pflanzen zu setzen oder große Wurzelstöcke zu teilen. Wenn Sie Rhabarber für eine frühe Ernte vortreiben möchten, topfen Sie ein Teilstück in ein Gefäß mit gutem Abzug und lagern Sie es für einige Wochen an einem dunklen, kalten Ort, bevor Sie es ins Haus oder in einen warmen Schuppen holen. Dies simuliert den Frühling.
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In sehr milden Regionen können Sie diesen Monat noch Knoblauch pflanzen; andernfalls warten Sie besser bis Februar.
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Chicorée kann weiterhin ausgegraben und im Haus zum Treiben gebracht werden.
Ernte
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Nutzen Sie das Wintergemüse voll aus, insbesondere Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl und Kopfkohl. Alle Sorten lassen sich gut einfrieren, falls die Ernte zu üppig ausfällt.
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Ernten Sie den restlichen Sellerie. Die Wurzeln können zwar im Boden bleiben, benötigen dann aber einen Frostschutz.
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Falls Sie Wurzelgemüse wie Karotten und Steckrüben noch nicht geerntet haben, holen Sie diese jetzt aus der Erde, bevor sie holzig werden.
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Lauch lässt sich nicht gut lagern; lassen Sie ihn im Beet oder graben Sie ihn vorübergehend in einer flachen Furche ein.
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Wenn Sie Wintersalate und anderes Blattgemüse unter Schutz angebaut haben, reicht die Ernte vielleicht sogar noch für einen frischen Salat zum Jahresende.
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Ernten Sie verbliebene Topinambur oder Kohlrabi vor Ende des Monats ab.
Beerensträucher und Obstbäume
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Schneiden Sie Apfel- und Birnenbäume, falls Sie im letzten Monat nicht dazu gekommen sind. Meiden Sie jedoch sehr kalte Frosttage.
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Auch Beerensträucher wie Heidelbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren vertragen jetzt einen Winterschnitt. Achten Sie auf eine offene Kronenstruktur und entfernen Sie beschädigtes Holz.
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Dieser Monat ist die letzte Gelegenheit für den Rückschnitt von Weinreben, bevor der Saftdruck zu hoch wird.
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Himbeeren, Brombeeren sowie Obstbäume können noch gepflanzt werden. Arbeiten Sie etwa eine Woche vor der Pflanzung reichlich Kompost oder gut verrotteten Mist in den Boden ein.
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Vermehren Sie Johannis- und Stachelbeeren einfach selbst! In unserem Ratgeber zur Steckholzvermehrung erfahren Sie, wie es funktioniert.
Allgemeine Pflege
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Graben Sie leere Beete um und bringen Sie Mist aus, damit dieser bis zum Frühjahr verrotten kann. Vermeiden Sie dies bei gefrorenem oder durchnässtem Boden.
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Prüfen Sie Stützen und Anbindungen bei Kohlpflanzen und frisch gesetzten Obstbäumen auf festen Sitz.
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Schützen Sie Kohl weiterhin mit Netzen vor hungrigen Vögeln.
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Kontrollieren Sie gelagerte Äpfel, Birnen und Wurzelgemüse und entfernen Sie schlechte Früchte umgehend.
Vorausschauende Planung
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Überprüfen Sie Ihre Vorräte an Saatgut und entsorgen Sie abgelaufene Päckchen – frisches Saatgut garantiert eine bessere Keimrate.
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Planen Sie die Fruchtfolge für das nächste Jahr und notieren Sie benötigtes Saatgut, um rechtzeitig bestellen zu können.
Rasen und Hecken

Abgesehen vom Pflanzen von Hecken und dem Schutz des Rasens vor Verdichtung gibt es diesen Monat wenig zu tun.
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Falls Sie noch keine wurzelnackten Hecken gesetzt haben, können Sie dies jetzt nachholen, sofern der Boden frostfrei ist. Unser Leitfaden zum Pflanzen von Hecken hilft Ihnen bei der Auswahl und gibt wertvolle Tipps.
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Harken Sie restliches Laub vom Rasen.
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Betreten Sie den Rasen möglichst nicht bei Frost oder Nässe. Falls Sie ihn regelmäßig überqueren müssen, empfiehlt sich das Anlegen eines Trittsteinpfades, um die Grasnarbe zu schonen.
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Die Rasenkanten können jetzt sauber nachgestochen werden, damit zum Saisonstart alles ordentlich aussieht.
Weitere Gartenarbeiten im Dezember

Füttern Sie die Vögel jetzt regelmäßig – sie sind auf die zusätzliche Energie angewiesen. Falls Sie einen echten Weihnachtsbaum kaufen, überlegen Sie sich schon jetzt die spätere Verwendung. Weihnachtsbäume im Topf können später in den Garten gepflanzt oder in einen größeren Kübel umgetopft werden. Für frisch geschlagene Weihnachtsbäume gibt es oft kommunale Sammelstellen, aber Sie können sie auch selbst häckseln und als Mulch im Garten nutzen.
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Nutzen Sie milde Tage zum Lüften des Gewächshauses. Zum Warmhalten eignen sich Heizlüfter oder eine Isolierung mit Noppenfolie.
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Setzen Sie den Kompost um und decken Sie ihn ab, damit er nicht zu nass wird.
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Reinigen Sie Töpfe, Anzuchtschalen und Werkzeuge, damit im Frühjahr alles bereitsteht.
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Reinigen Sie Wege und Terrassen mit einem Hochdruckreiniger oder einem Terrassenreiniger, um rutschige Beläge zu entfernen.
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Stellen Sie Vogelfutter und frisches Wasser bereit, besonders wenn natürliche Quellen zugefroren sind. Meisenknödel sind jetzt eine hervorragende Energiequelle.
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Erledigen Sie letzte Reparaturen an Zäunen, Rankhilfen und Schuppen, um für winterliche Stürme gerüstet zu sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kann man im Dezember in Deutschland pflanzen?
Der Dezember ist ideal für das Setzen von wurzelnackten Sträuchern, Bäumen und Beerenobst, sofern der Boden nicht gefroren ist. Sie können auch Rhabarber pflanzen oder bestehende Stöcke teilen. Immergrüne Sträucher im Topf wie Schneeball, Skimmie und Fleischbeere bringen zusammen mit Winter-Beetpflanzen wie Alpenveilchen Farbe in den Garten. Letzte Frühlingsblüher sollten jetzt dringend in die Erde – nutzen Sie die Chance, Blumenzwiebeln im Angebot zu kaufen.
Welches Gemüse kann ich im Dezember pflanzen?
Im Gemüsegarten ist jetzt wenig los. In milden Lagen kann Knoblauch gesteckt werden, solange der Boden bearbeitbar ist. Da Rhabarberpflanzen nun ruhen, ist dies die beste Zeit für Neupflanzungen oder Teilungen.
Welche Blumenzwiebeln kann ich im Dezember setzen?
Tulpen lassen sich den ganzen Monat über pflanzen, solange kein Bodenfrost herrscht. Andere Frühlingsblüher sollten idealerweise schon in der Erde sein, doch ein später Versuch lohnt sich fast immer. Sichern Sie sich Schnäppchen in unserem Saisonausverkauf für Blumenzwiebeln und pflanzen Sie diese sofort nach Erhalt ein.
Alison Ingleby
Gartenbau-Redakteurin bei Gardeners Dream.
Alison verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Anbau von Obst, Gemüse und Blumen – von der Topfbepflanzung auf dem Balkon bis hin zu Hausgärten und Kleingärten. Derzeit gestaltet sie ihren eigenen Außenbereich neu, um einen spielerischen, kinderfreundlichen Garten voller Farbakzente zu schaffen. In ihrer Freizeit unterstützt sie einen Gemeinschaftsgarten für Familien, die einen frühen Kindstod erfahren haben.
Alison teilt leidenschaftlich gerne ihr Gartenwissen sowie praktische Tipps und schwärmt jedem, der ihr zuhört, von den Vorzügen des Gärtnerns vor!