Purpurglöckchen, auch bekannt unter ihrem botanischen Namen Heuchera, verleihen Ihrem Garten das ganze Jahr über kräftige Farben und eine interessante Struktur. Pflanzen Sie diese Gewächse im Vordergrund von Beeten oder in Kübeln an, um ihr prächtiges Laub optimal zur Geltung zu bringen. Dank hunderter verschiedener Nuancen finden Sie garantiert das passende Purpurglöckchen für jedes Farbkonzept in Ihrem Außenbereich.
Kaum eine andere Staude kann es in Sachen Farbenvielfalt mit dem Purpurglöckchen (Heuchera) aufnehmen. Von tiefem Tinten-Violett über leuchtendes Rot bis hin zu hellem Limonengrün – mit diesen hübschen Pflanzen kreieren Sie einen wahren Regenbogen im Garten. Als halbimmergrüne Stauden behalten Purpurglöckchen in milden Regionen Deutschlands ihr Laub das ganze Jahr über. Dies macht sie zu einer hervorragenden Wahl, um Beete im Herbst und Winter zu beleben, wenn die meisten anderen krautigen Stauden bereits eingezogen sind.
Obwohl die meisten Gartenfreunde Purpurglöckchen wegen ihrer dekorativen Blätter schätzen, bilden sie im späten Frühjahr und Frühsommer auch hohe Stiele mit winzigen rosa, roten oder weißen Blüten aus, die bei Bestäubern äußerst beliebt sind. Diese Gewächse sind winterhart und pflegeleicht, solange die Wurzeln weder zu nass noch zu trocken stehen.
Purpurglöckchen pflanzen: Der ideale Standort

Purpurglöckchen bevorzugen Halbschatten oder lichten Schatten sowie einen gut durchlässigen Boden. Dunkellaubige Sorten wie „Black Pearl" und „Forever Purple" kommen auch mit voller Sonne besser zurecht, da ihre Blätter weniger anfällig für Sonnenbrand sind. Wenn Sie Sorten für schattigere Bereiche suchen, sind „Lime Marmalade" oder „Apple Crisp" ideal. Violette Exemplare gedeihen oft auch im trockenen Schatten, sofern sie während der Anwachsphase ausreichend gewässert werden.
Diese Stauden eignen sich hervorragend als Bodendecker und werden am besten im vorderen Bereich von Beeten platziert, wo ihr Laub bewundert werden kann. Sie mögen keine Staunässe, vertragen aber auch keine extreme Trockenheit – ansonsten sind sie sehr anspruchslos. Auch in Töpfen mit hochwertiger Pflanzerde auf Lehmbasis lassen sich Purpurglöckchen wunderbar kultivieren.
Der beste Zeitpunkt zum Einpflanzen
Die optimale Zeit, um Purpurglöckchen in den Boden zu setzen, ist das Frühjahr oder der Herbst, wenn das Erdreich warm und feucht ist. Bei einer Pflanzung im Winter sollten Sie Frostperioden unbedingt vermeiden. Eine Pflanzung im Sommer ist ebenfalls möglich, erfordert jedoch eine konsequente Bewässerung.
Anleitung: Purpurglöckchen richtig pflanzen
Setzen Sie die Stauden genauso tief ein, wie sie zuvor im Topf standen, oder minimal höher, um Fäulnis am Wurzelhals zu verhindern. Es empfiehlt sich, vor dem Pflanzen eine Schaufel Kompost in die Erde einzuarbeiten, um Nährstoffe zuzuführen und die Drainage zu verbessern. Jungpflanzen benötigen in der ersten Wachstumssaison regelmäßige Wassergaben, damit sie ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln können.
Achten Sie bei der Kübelpflanzung auf einen guten Wasserabzug – eine Schicht aus Tonscherben oder Kies am Boden des Topfes hilft dabei. Sie können Purpurglöckchen als Solitärpflanze oder in gemischten Arrangements in großen Gefäßen arrangieren. Setzen Sie die Pflanze so ein, dass die Basis (der Wurzelhals) auf oder leicht über der Erdoberfläche liegt.
Pflegeleichte Purpurglöckchen: Tipps für gesunde Pflanzen
Purpurglöckchen sind widerstandsfähig und benötigen nach dem Anwachsen kaum Aufmerksamkeit. In Trockenperioden freuen sie sich über zusätzliche Wassergaben, besonders an sonnigen Standorten. Im Frühjahr kann ein organischer Langzeitdünger ausgebracht werden. Exemplare im Topf müssen regelmäßig gegossen werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Während der Wachstumsphase unterstützt ein flüssiger Volldünger alle zwei Wochen die Vitalität.
Die flachen Wurzeln der Heuchera können im Winter manchmal freigelegt werden und austrocknen. Bringen Sie im Herbst eine dicke Schicht Mulch um die Pflanzenbasis aus, um die Wurzeln zu schützen. Bei halbimmergrünen Sorten kann das Laub in besonders kalten Regionen Deutschlands im Winter absterben. Lassen Sie die Blätter über die kalte Jahreszeit als natürlichen Schutz für das Herz der Pflanze stehen und schneiden Sie unschöne Reste erst im Frühjahr zurück.
Sobald die Blütezeit vorüber ist, können Sie die Stiele an der Basis einkürzen, um die Pflanze zur Bildung neuer Blätter und Blüten anzuregen.
Purpurglöckchen vermehren

Um Purpurglöckchen vital und gesund zu halten, sollten die Stauden alle drei bis fünf Jahre geteilt werden. Dies ist zugleich der einfachste Weg zur Vermehrung. Der beste Zeitpunkt dafür ist das späte Frühjahr, wenn der Neuaustrieb beginnt, oder alternativ der frühe Herbst.
So teilen Sie Ihre Purpurglöckchen:
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Graben Sie die Pflanze aus und trennen Sie vorsichtig Teilstücke per Hand vom Wurzelstock ab. Jedes Stück sollte über gesunde Triebe und Wurzeln verfügen. Das alte, verholzte Mittelstück kann auf den Kompost.
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Pflanzen Sie jedes Teilstück in einen Topf mit einer Mischung aus Pflanzerde (75 %) und Garten-Splitt oder Sand (25 %).
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Stellen Sie die Töpfe an einen geschützten, schattigen Platz, bis sich neue Wurzeln gebildet haben, und halten Sie die Erde feucht.
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Sobald die Jungpflanzen kräftig wachsen, können sie an ihren endgültigen Standort ausgepflanzt werden.
Diese Methode bietet die besten Anwuchserfolge, Sie können die Teilstücke jedoch auch direkt in den Gartenboden setzen. Achten Sie dabei auf eine gute Drainage durch das Einmischen von Sand oder Kies.
Häufige Probleme und Krankheiten
Diese Stauden sind bemerkenswert robust und krankheitsresistent. Abgesehen von Blattverbrennungen durch zu viel Sonne gibt es zwei Probleme, die gelegentlich auftreten:
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Heuchera-Rost:Diese Pilzerkrankung tritt vor allem in feuchten Sommern auf. Es zeigen sich braune Flecken auf der Blattoberseite und orangefarbene oder graue Pusteln auf der Unterseite. Zur Vorbeugung sollten Sie auf eine gute Luftzirkulation achten und morgens gießen, damit das Laub schnell abtrocknet.
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Dickmaulrüssler:Die Larven fressen im Herbst und Winter an den Wurzeln, was zum Welken der Pflanze führen kann. Besonders Kübelpflanzen sind gefährdet. Eine Kiesschicht auf der Erde kann die Eiablage erschweren. Wenn ein Trieb bei leichtem Zug sofort abreißt, liegt oft ein Befall vor. Reinigen Sie in diesem Fall die Wurzeln gründlich und setzen Sie die Pflanze in frisches Substrat.
Unsere liebsten Sorten online kaufen
Die größte Herausforderung ist oft die Entscheidung für eine der vielen attraktiven Varietäten. Bei dieser Auswahl an Farben fällt die Wahl schwer, aber hier sind einige unserer Favoriten:
Heuchera „Lime Marmalade": Eine robuste Sorte und ideal für den Schatten. Im Sommer ragen weiße Blüten über das leuchtend limonengrüne, gewellte Laub hinaus.
Heuchera „Green Spice": Diese dekorative Sorte besticht durch silbrig-grüne Blätter mit weinroten Adern. Perfekt für den Beetrand oder dekorative Gefäße.
Heuchera „Marmalade": Eine beliebte Sorte mit gewellten Blättern in Bronze-, Rot- und Pfirsichtönen. Sie verträgt auch sonnige Standorte bei ausreichender Bodenfeuchte.
Heuchera „Wild Rose": Ein toller Farbakzent mit rosaviolettem Laub und rosa Blüten. Sie wächst schneller als andere Sorten und eignet sich prima als Bodendecker.
Heuchera „Forever Purple": Diese Sorte zeigt ein glänzendes, kräftiges Violett und behält ihre intensive Farbe auch an sonnigen Plätzen sehr gut.
Heuchera „Obsidian": Winzige weiße Blüten bilden einen dramatischen Kontrast zum tief dunkelroten, fast schwarzen Laub.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind Purpurglöckchen immergrün?
Purpurglöckchen sind immergrün oder halbimmergrün. In milden Regionen behalten sie ihr Laub ganzjährig. Bei starkem Frost können die Blätter absterben – lassen Sie diese als Schutz für das Herz der Pflanze bis zum Frühjahr stehen.
Bevorzugen Purpurglöckchen Sonne oder Schatten?
Die meisten Sorten bevorzugen Halbschatten, um Blattschäden durch die Mittagssonne zu vermeiden. Dunkle Sorten wie „Forever Purple" oder „Obsidian" sind sonnenverträglicher, während „Lime Marmalade" auch im tieferen Schatten gut gedeiht.
Wo platziert man Purpurglöckchen im Beet?
Aufgrund ihres niedrigen Wuchses kommen sie im Vordergrund von Rabatten am besten zur Geltung. Eine Kombination verschiedener Sorten erzeugt einen faszinierenden, bunten Teppich.
Werden Purpurglöckchen von Schnecken gefressen?
Schnecken meiden Purpurglöckchen meist, besonders wenn schmackhaftere Alternativen in der Nähe sind. Das macht sie zu einer tollen Wahl für schattige Gartenbereiche.
Sind Purpurglöckchen giftig für Hunde?
Heuchera-Arten sind nicht toxisch. Falls Ihr Haustier einmal an den Blättern knabbert, besteht kein Grund zur Sorge. Große Mengen könnten eventuell zu leichtem Unwohlsein führen, sind aber nicht gefährlich.
Kostenlose Lieferung in Deutschland ab €50.
Alison Ingleby
Gartenbau-Redakteurin bei Gardeners Dream.
Alison verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Anbau von Obst, Gemüse und Blumen – von der Topfbepflanzung auf dem Balkon bis hin zu Hausgärten und Kleingärten. Derzeit gestaltet sie ihren eigenen Außenbereich neu, um einen spielerischen, kinderfreundlichen Garten voller Farbakzente zu schaffen. In ihrer Freizeit unterstützt sie einen Gemeinschaftsgarten für Familien, die einen frühen Kindstod erfahren haben.
Alison teilt leidenschaftlich gerne ihr Gartenwissen sowie praktische Tipps und schwärmt jedem, der ihr zuhört, von den Vorzügen des Gärtnerns vor!






