Growing Ferns in Shaded Gardens

Gartenfarne an schattigen Standorten

Farne sind dezente und oft verkannte Gartenpflanzen. Das ist schade, denn diese Gewächse sind gleichermaßen anmutig wie dekorativ. Da sie sowohl in Deutschland als auch fast überall auf der Welt...
11. Dez 2025|
4 Min.
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Von Craig Wilson

Farne sind dezente und oft verkannte Gartenpflanzen. Das ist schade, denn diese Gewächse sind gleichermaßen anmutig wie dekorativ. Da sie sowohl in Deutschland als auch fast überall auf der Welt heimisch sind, erweisen sie sich als äußerst vielseitige und winterharte Pflanzen. Im Garten setzen sie mit ihrem üppigen Laub optische Akzente, füllen Lücken zuverlässig aus und gedeihen besonders gut in Steingärten oder Beeten.

Zudem gehören sie zu den ältesten Pflanzengruppen der Welt; erste Farne existierten bereits vor etwa 360 Millionen Jahren. Die Arten, die wir heute kennen, erschienen in der Kreidezeit. Das bedeutet, dass wohl auch beliebte pflanzenfressende Dinosaurier wie der Triceratops sie als Nahrungsquelle nutzten.

Wir empfehlen zwar nicht, Ihre Farne zu essen (auch wenn es essbare Sorten gibt), raten Ihnen aber stattdessen dazu, sie wegen ihres wunderbaren Zierwerts zu kultivieren. Wenn Sie nach Blüten suchen, sind Farne nicht die richtige Wahl, da sie nicht blühen – doch das macht nichts, denn durch ihre markante Struktur bestechen sie dennoch.

Farne für schattige Standorte

Bei der Auswahl sollten Sie beachten, dass es so viele verschiedene Sorten gibt, dass keine allgemeingültige Regel für die Pflege existiert. Die meisten Farne lieben den Schatten, und man kann sagen, dass alle heimischen Arten schattige Plätze bevorzugen. Da Farne oft zusammen mit Moosen wachsen, ist es kaum verwunderlich, dass sie dieselben feuchten und dunklen Bedingungen schätzen.

Die meisten in Deutschland verbreiteten Exemplare sind eher niedrigwachsend. Wenn Sie eine größere Variante suchen, bieten Baumfarne mit ihren robusten Stämmen eine beeindruckende Größe. Hier sind unsere Top 3 Farne für Ihren Garten oder Ihr Zuhause.

Nephrolepis Bostoniensis

Der Schwertfarn (Nephrolepis bostoniensis) ist ideal als Zimmerpflanze geeignet, da er beim Rückschnitt etwas Aufmerksamkeit benötigt. Bei Bedarf gedeiht diese Sorte jedoch auch im Freien sehr gut. Aufgrund seiner Vielseitigkeit gehört er definitiv auf unsere Liste und ist einen Blick wert.

Ein üppiger Schwertfarn mit leuchtend grünen Wedeln in einem weißen Keramiktopf auf einem Holztisch. Die filigranen Blätter breiten sich symmetrisch aus und sorgen für ein gesundes Erscheinungsbild.
Nephrolepis Bostoniensis - Schwertfarn

Adiantum Fragrans

Ein weiterer Farn, der mehrfach überzeugt: Er zählt zu den beliebtesten Büropflanzen und ist als natürlicher Luftreiniger bekannt. Wie die meisten Farne mag der Frauenhaarfarn (Adiantum fragrans) kein direktes Sonnenlicht. Wenn Sie ihn im Freien pflanzen möchten, wählen Sie einen schattigen Bereich in Ihrem Garten – dort wird sich die Pflanze garantiert wohlfühlen.

Ein üppiger Frauenhaarfarn mit zarten, hellgrünen Wedeln in einem schwarzen Topf auf einer Bambusmatte.
Adiantum Fragrans

Pteris Tricolor

Dies ist vielleicht unser Favorit, da Farne selten unterschiedliche Färbungen aufweisen – der Saumfarn (Pteris tricolor) hingegen schon! Er gedeiht gut im Haus, benötigt aber viel Licht, was ihn etwas anspruchsvoller macht. Platzieren Sie ihn jedoch nicht in der prallen Sonne, da dies dem Gewächs schaden kann. Wählen Sie stattdessen halbschattige Plätze mit viel indirektem Licht, um diesen grazilen Farn optimal zu pflegen.

Ein prachtvoller Saumfarn mit grün-bronzefarbenen Wedeln in einem weißen Keramiktopf auf einem Holzpodest.
Pteris Tricolor - Dreifarbiger Saumfarn

Pflegetipps für Farne

Es gibt natürlich zahlreiche verschiedene Farnarten; wir haben unsere Auswahl vor allem nach ihrer Vielseitigkeit getroffen. Sobald Sie sich für Ihre Favoriten entschieden haben, helfen Ihnen diese Tipps dabei, das Beste aus Ihren Pflanzen herauszuholen.

Tipp 1 – Das Sonnenlicht

Wie alle Pflanzen benötigen auch Farne Licht zum Überleben. Im Falle der Farne ist dies jedoch eine Gratwanderung: Sie mögen Helligkeit, wollen aber nicht direkt beschienen werden. Deshalb gedeihen sie am besten an schattigen oder halbschattigen Standorten. Bei der Zimmerkultur kann dies knifflig sein, da Farne indirektes Sonnenlicht schätzen – hier ist die richtige Positionierung entscheidend.

Beachten Sie zudem, dass einige Sorten wie der oben genannte Saumfarn hellere Standorte bevorzugen und nicht in den dunklen Ecken gedeihen, die wir klassischerweise mit Farnen verbinden. Prüfen Sie daher immer das Etikett Ihrer Pflanze.

Tipp 2 – Die Bewässerung

Farne lieben feuchte Bedingungen und entwickeln ein besonders sattes Grün, wenn sie ausreichend Wasser erhalten. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da zu nasser Boden die Wurzeln schädigen kann. Generell freuen sich Farne aber über eine regelmäßige und großzügige Wassergabe.

Tipp 3 – Standort und Schutz

Farne mögen zierlich und filigran wirken, sind aber keineswegs empfindlich. Sie können einen Farn durchaus an exponierten Stellen pflanzen, da sie erstaunlich robust sind. Heimische Farne sind ein gewohnter Anblick in windigen Heidelandschaften und an Berghängen – eine leichte Brise macht ihnen also nichts aus.

3 ideale Standorte für Ihre Farne

Nun wissen Sie, welche Arten es gibt und wie man sie pflegt. Vielleicht fragen Sie sich, wie Sie diese am besten in Ihren Garten integrieren oder welcher Platz im Haus ideal ist? Hier sind drei Vorschläge:

  • Im Haus: Farne sind für ihre luftreinigenden Eigenschaften bekannt und eignen sich hervorragend als Zimmerpflanzen oder als Geschenk zum Einzug. Besonders wohl fühlen sie sich im warm-feuchten Klima Ihres Badezimmers, zum Beispiel auf einer Fensterbank mit Milchglas.
  • Unter Bäumen: Farne und Bäume sind eine ideale Kombination. Besonders beeindruckende Baumfarne wirken in der Nähe von Gehölzen sensationell. Bei kleineren Sorten sorgt die Pflanzung zwischen Büschen und Gartensträuchern für ein ebenso schönes Ergebnis.
  • Als Lückenfüller: Selbst der gepflegteste Garten hat leere Stellen. Farne sind ideal, um diese zu füllen: Sie bilden einen dichten Pflanzenteppich, unterdrücken Unkraut und vertragen sich hervorragend mit benachbarten Gewächsen.

Das macht Farne zu den perfekten Begleitpflanzen.

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