Bringen Sie Ihren Garten das ganze Jahr über zum Strahlen mit diesem immergrünen, pflegeleichten Gartenstrauch. Das farbenprächtige Laub des Heiligen Baus variiert je nach Sorte und Jahreszeit von feurigem Rot über Limettengrün bis hin zu hübschem Rosa.
Der Heilige Bambus (Nandina) ist ein immergrüner oder halbimmergrüner Strauch, der vor allem wegen seines farbwechselnden Laubs geschätzt wird. Trotz seines deutschen Namens handelt es sich nicht um einen echten Bambus, und moderne Sorten sind längst nicht so invasiv, wie manche Berichte vermuten lassen. Nandina domestica stammt ursprünglich aus Ostasien. In Japan werden diese Exemplare traditionell neben Türen gepflanzt, um Unglück abzuwehren. Es ist ein hervorragendes Gehölz für winterliche Farbakzente und eine ideale Wahl für pflegeleichte Gärten.
Nandina wird im HTA-Leitfaden für potenziell schädliche Pflanzen aufgeführt. Als Pflanze der Kategorie C gilt sie als weniger bedenklich als geläufige Gartenblumen wie Fingerhut oder Lupinen. Dennoch sollten Sie darauf verzichten, sie in Reichweite von Haustieren oder kleinen Kindern zu pflanzen. Die Beeren der Nandina sind in großen Mengen für Vögel giftig, was jedoch meist nur dann zum Problem wird, wenn es an alternativen Futterquellen mangelt.
Nandina Sorten für den richtigen Standort

Der Heilige Bambus gedeiht optimal in voller Sonne oder im Halbschatten, wobei rotblättrige Sorten an sonnigen Standorten die intensivsten Farben entwickeln. Wählen Sie einen geschützten Bereich, falls Ihr Garten exponiert liegt oder eisigen Winden ausgesetzt ist. Ein gut durchlässiger Boden ist ideal, zudem bevorzugen diese Gewächse ein leicht saures Substrat. Bei kalkhaltigen Böden können Sie Schwefel zur Senkung des pH-Werts hinzufügen oder die Pflanzen im Kübel kultivieren.
Nandina domestica erreicht eine Höhe von bis zu zwei Metern, viele Kultivare wachsen jedoch kompakter und bleiben unter einem Meter. Diese Sorten, darunter ‚Fire Power' und ‚Blush Pink', eignen sich hervorragend für die Topfbepflanzung oder den vorderen Bereich von Beeten, um harte Kanten optisch aufzuweichen.
Wann sollte man den Heiligen Bambus pflanzen?
Das Frühjahr oder der Herbst sind die idealen Zeitpunkte für die Pflanzung, da der Boden dann feucht und warm ist und keine extremen Temperaturen herrschen. Mit etwas zusätzlicher Pflege können Sie im Topf gezogene Nandina jedoch das ganze Jahr über in den Garten setzen.
Heiligen Bambus richtig anlegen

Bevor Sie die Pflanzen setzen, sollten Sie gut verrotteten Kompost oder anderes organisches Material in den Boden einarbeiten. Bei schweren Böden empfiehlt sich zudem eine Handvoll Kies oder Splitt zur Verbesserung der Drainage. Heben Sie ein ausreichend großes Loch aus, sodass der Wurzelballen bündig mit der Erdoberfläche abschließt. Mit Erde auffüllen und gründlich wässern.
Bei der Pflanzung von Nandina domestica im Kübel nutzen Sie am besten eine Mischung aus Mehrzweck- und Moorbeeterde (für den sauren pH-Wert) sowie etwas Sand oder Kies. Da der Heilige Bambus tiefe Wurzeln bildet, ist ein hohes Pflanzgefäß besser geeignet als eine flache Schale. Das Wachstum ist eher langsam, dennoch sollte das Gefäß genug Platz für den Zuwachs der nächsten zwei Jahre bieten.
Pflege von Nandina domestica im Garten

Nandina ist erfreulich pflegeleicht. Junge Sträucher benötigen in der ersten Wachstumssaison regelmäßige Wassergaben, um kräftige Wurzeln zu bilden, danach sind sie sehr genügsam. Die Pflanze ist winterhart und die meisten Sorten überstehen Temperaturen bis -15 °C ohne Winterschutz.
Bei der Kübelhaltung muss in Trockenperioden gegossen werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
Ein Rückschnitt ist kaum erforderlich. Entfernen Sie lediglich im Frühjahr – sobald kein Frost mehr droht – abgestorbene oder kränkliche Zweige und lichten Sie zu dichte Triebe bei Bedarf leicht aus.
Heiligen Bambus vermehren
Die beste Methode zur Vermehrung sind halbverholzte Stecklinge im Spätsommer oder Frühherbst. Wählen Sie einen Trieb mit frischem Zuwachs und verholzter Basis. Schneiden Sie diesen direkt über einem Blattknoten ab, wo der Stängel biegsam, aber nicht mehr weich ist. Kürzen Sie den Steckling auf etwa 15 cm und entfernen Sie die unteren Blätter. Tauchen Sie das Ende in Bewurzelungspulver und setzen Sie es in einen Topf mit Anzuchterde. Gut anwässern und das Substrat während der Wurzelbildung gleichmäßig feucht halten.
Anzucht aus Samen
Eine Anzucht aus Samen ist möglich, die Keimung erfolgt jedoch oft unregelmäßig und es dauert lange, bis die Sämlinge groß genug für das Freiland sind. Säen Sie die Samen 3 mm tief in Anzuchterde, legen Sie diese in einen Folienbeutel und lagern Sie sie für 12 Wochen an einem kalten Ort (z. B. im Kühlschrank). Danach warm stellen, um die Keimung anzuregen. Falls Sie eigene Samen sammeln, können Sie diese aus den Beeren lösen oder die Beeren direkt in das Substrat setzen. Haben Sie Geduld – es kann bis zu einem Jahr dauern, bis sich die ersten Spitzen zeigen!
Häufige Probleme
Der Heilige Bambus ist sehr resistent gegen Schädlinge und Krankheiten. In seltenen Fällen können Viren oder Hallimasch auftreten.
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Nandina ‚Obsessed' besticht durch Laub, das zunächst rot austreibt, im Sommer vergrünt und im Herbst wieder tiefrote Nuancen annimmt. Für die intensivste Färbung empfiehlt sich ein sonniger Standort.
Nandina ‚Fire Power' zählt zu den besten Gartensträuchern für winterliche Farbtupfer. Die hellgrünen Blätter des Frühjahrs verwandeln sich zum Sommerende in ein feuriges Rot, das die gesamte kalte Jahreszeit über erhalten bleibt.
Nandina ‚Lemon and Lime' ist eine wunderschöne immergrüne Sorte mit gelbgrünem Laub, das im Schatten nachdunkelt und der Pflanze eine sonnendurchflutete Optik verleiht.
Nandina ‚Twilight' bietet einzigartige Blattfarben, die als Flamingorosa beginnen und zu einem mit Weiß gesprenkelten Grün ausreifen. Im Sommer erscheinen zudem kleine weiße Blüten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann ist die beste Zeit, um Heiligen Bambus zu pflanzen?
Idealerweise pflanzen Sie im Frühjahr oder Herbst, wenn die Erde warm und feucht ist. Topfgezüchtete Exemplare können das ganze Jahr über gesetzt werden, benötigen im Sommer jedoch eine intensivere Bewässerung. Vermeiden Sie die Pflanzung bei Bodenfrost oder extremer Kälte.
Ist der Heilige Bambus giftig für Katzen?
Ja, Nandina kann für Katzen und Hunde giftig sein, insbesondere wenn die Beeren gefressen werden, die konzentrierte cyanogene Glykoside enthalten. Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Haustier Pflanzenteile verzehrt hat, kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt. Sorten wie ‚Lemon and Lime' bilden keine Beeren aus.
Sind die Beeren der Nandina für Menschen giftig?
Der Verzehr großer Mengen der Beeren kann für Menschen giftig sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der Heilige Bambus außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern gepflanzt werden. Alternativ können Sie sich für eine beerenlose Sorte wie Nandina ‚Lemon and Lime' entscheiden.
Alison Ingleby
Gartenbau-Redakteurin bei Gardeners Dream.
Alison verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Anbau von Obst, Gemüse und Blumen – von der Topfbepflanzung auf dem Balkon bis hin zu Hausgärten und Kleingärten. Derzeit gestaltet sie ihren eigenen Außenbereich neu, um einen spielerischen, kinderfreundlichen Garten voller Farbakzente zu schaffen. In ihrer Freizeit unterstützt sie einen Gemeinschaftsgarten für Familien, die einen frühen Kindstod erfahren haben.
Alison teilt leidenschaftlich gerne ihr Gartenwissen sowie praktische Tipps und schwärmt jedem, der ihr zuhört, von den Vorzügen des Gärtnerns vor!