How to water houseplants: the ultimate guide

Zimmerpflanzen richtig gießen: Der ultimative Ratgeber

Damit Ihre Zimmerpflanzen gesund bleiben, benötigen Sie das nötige Wissen darüber, wie oft und wie viel Sie gießen müssen – besonders während der anspruchsvolleren Jahreszeiten.
11. Dez 2025|
7 Min.
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Von Craig Wilson

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Zimmerpflanzen richtig gießen? In diesem Fall sind Sie bei uns genau richtig. Damit Ihre Zimmerpflanzen gesund bleiben, bedarf es einer gewissen Expertise darüber, wann, wie oft und wie viel gegossen werden muss – insbesondere während der anspruchsvolleren Jahreszeiten.

Optimale Richtlinien für den Winter

Wenn das Wetter kälter und feuchter wird, ist es wichtig, die Pflegeroutine für Ihre Gewächse anzupassen. Hier sind die besten Tipps, um sicherzustellen, dass Ihre Zimmerpflanzen gut durch den Winter kommen.

Tipp 1: Wassergaben reduzieren

Während der Wintermonate sollten Sie die Häufigkeit des Gießens verringern. Wenn Sie normalerweise wöchentlich oder alle zwei Wochen gießen, sollten Sie dies ab Ende November drastisch reduzieren. Bevor Sie zur Gießkanne greifen, stellen Sie sicher, dass das Substrat idealerweise zu 50 % abgetrocknet ist.

Achten Sie darauf, dass die Blumenerde nach dem Gießen zwar feucht, aber nicht klumpig ist und dass der Pflanztopf über Drainagelöcher verfügt. Wenn Zimmerpflanzen im Wasser stehen, kann dies bei vielen Arten zu Fäulnis oder zum Welken führen.

Eine große Dracaena-Pflanze mit spitzen grünen Blättern in einem hellen Wohnzimmer mit weißer Couch, hellblauem Blumenkissen und einem kleinen runden türkisfarbenen Beistelltisch. Der Raum hat eine moderne, minimalistische Ästhetik.

Tipp 2: Den Standort optimieren

In den Wintermonaten sind die Tage kürzer und der Sonnenstand bleibt niedrig, was bedeutet, dass Ihre Zimmerpflanzen weniger Licht als gewöhnlich erhalten. Um dies auszugleichen, rücken Sie Ihre Exemplare näher ans Fenster und halten Sie sie von Zugluft fern.

Tipp 3: Den Gießplan flexibel gestalten

Machen Sie Ihren Gießplan davon abhängig, ob die Topfpflanze tatsächlich Wasser benötigt. Viele Gewächse brauchen in dieser Zeit deutlich weniger Feuchtigkeit als gewohnt. Da Topfpflanzen nun weniger Wasser verbrauchen, bleibt die Oberfläche der Blumenerde länger feucht. Es ist wichtig, nicht „unbewusst“ häufig zu gießen, wie Sie es vielleicht im Sommer getan haben.

Die meisten Zimmerpflanzen sind beim Gießwasser unkompliziert, jedoch gibt es einige Arten, wie den Blausternfarn (Phlebodium Blue Star), die kein Leitungswasser vertragen und kalkfreies Wasser bevorzugen. Idealerweise sammeln Sie Regenwasser oder verwenden gefiltertes Wasser.

Tipp 4: Mulchen der Erdoberfläche

Mulch kann eine hervorragende Ergänzung für Gärten und Außenbereiche sein, da er hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Pflanzenwurzeln vor dem Austrocknen zu schützen. Mulch bildet eine Barriere zwischen dem Boden und der Umgebung, isoliert gegen Temperaturschwankungen und hilft zudem, Unkrautwuchs zu unterdrücken.

Nahaufnahme von leuchtend grünen Farnwedeln mit markanten gewellten Rändern vor einem warmen orangefarbenen Hintergrund, die die detaillierte Textur der Blätter zeigt

Hitzewellen und der richtige Umgang damit

Hitzewellen können für Innenraumpflanzen verheerend sein, insbesondere wenn die Pflanze direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Während Zimmerpflanzen in den wärmeren Monaten regelmäßige und reichliche Wassergaben benötigen, um zu gedeihen, können extreme Hitzeperioden zum Problem werden. Wenn Sie in einer Region leben, die zu Hitze neigt, empfehlen wir die folgenden Tipps.

Tipp 1:

Hitzewellen sind eine ernsthafte Belastung für Ihre kostbaren Zimmerpflanzen. Daher ist es ratsam, sie gründlich zu wässern, bevor die hohen Sommertemperaturen einsetzen. Für die meisten Sorten ist das Gießen am Morgen oder Abend ideal! Sie können einen Feuchtigkeitsmesser verwenden, um sicherzustellen, dass keine Ihrer Pflanzen vernachlässigt wird.

Tipp 2

Wassertropfen auf den Blättern verursachen zwar keine Verbrennungen, können aber bei einigen Pflanzen Pilzerkrankungen begünstigen, weshalb das Gießen am Morgen optimal ist. Eine Mulchschicht auf dem Substrat hilft, die Feuchtigkeit zu bewahren, und eine hochwertige Erdmischung sorgt für den nötigen Wasserabzug.

Tipp 3

Zudem können Sie empfindliche Exemplare schützen, indem Sie sie in schattigere Bereiche umstellen. Während einer Hitzewelle kann auch ein Schattiertuch helfen, Ihre grünen Lieblinge vor direkter Sonne und Überhitzung zu bewahren. Denken Sie daran, die Gießhäufigkeit anzupassen, wenn Sie den Standort verändern.

Tipp 4

Es ist besonders wichtig sicherzustellen, dass die Pflanzen genug Feuchtigkeit erhalten, um vital zu bleiben. Am besten gießen Sie mit zimmerwarmem Wasser. So haben Boden und Wurzeln die Chance, sich schrittweise anzupassen, was ein zu schnelles Welken verhindert, selbst wenn die Pflanze in der Sonne steht.

Nahaufnahme einer hellgrünen Echeveria-Sukkulente mit dicken, fleischigen Blättern in einer symmetrischen Rosette. Die Blattspitzen haben einen leichten Rosastich.

Urlaubszeit: So überleben Ihre Pflanzen

Grundsätzlich ist die Pflege von Zimmerpflanzen über das Jahr hinweg kein Hexenwerk. Dennoch können diese Gewächse nicht ohne Wasser überleben, wenn Sie für längere Zeit verreisen.

Tipp 1

Große Exemplare wie das Fensterblatt (Monstera deliciosa) sollten Sie in ihren Untersetzern mit etwas Wasser belassen, sie aber auf eine Kunststoffunterlage in einem leicht schattigen Raum stellen.

Tipp 2

Gießen Sie Ihre Pflanzen in der Woche vor Ihrer Abreise mehrmals gründlich, aber achten Sie darauf, sie nicht zu ertränken. Prüfen Sie dazu immer die Bodenfeuchtigkeit. Wenn Ihr Urlaub nur eine Woche bis zehn Tage dauert, sollten Ihre Pflanzen diese Zeit gut überstehen.

Tipp 3

Ein privater „Pflanzensitter“ ist oft eine gute Lösung. Freunde oder Nachbarn können Ihnen helfen, indem sie Ihre Zimmerpflanzen nach einem vereinbarten Plan gießen und sicherstellen, dass sie optimal versorgt sind.

Ein modern eingerichteter Raum im Industriestil mit einer braunen Lederliege vor einer Wand in Betonoptik. Eine große Kentia-Palme in einem dunkelgrauen Pflanzgefäß verleiht dem urbanen Look eine natürliche Note.

Anzeichen für Überwässerung

Die wichtigste Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen lautet: Staunässe vermeiden. Das ist jedoch oft schwieriger als gedacht! Da viele Pflanzenfreunde dazu neigen, zu viel zu gießen, ist es keine Seltenheit, die eine oder andere welkende Pflanze in der Sammlung zu finden.

Anzeichen für zu viel Wasser sind nicht nur abfallende junge oder alte Blätter sowie Verfärbungen. Blätter, Stängel oder Blüten können auch schimmelig, matschig oder welk werden. Zudem kann sich ein unangenehmer Geruch um die Pflanze bilden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Töpfe Abzugslöcher haben, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen.

Achten Sie auch auf graue und schleimige Wurzeln. Grundsätzlich gilt: Wenn die Pflanze schlaff aussieht oder das Substrat nass und matschig ist, wurde meist zu viel gegossen. Stehendes Wasser auf der Erdoberfläche ist ein eindeutiges Warnsignal.

Während der Wachstumsphase tritt Staunässe an der Oberfläche häufig auf. Es ist wichtig, dieses Problem frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um negative Folgen für Ihre Gewächse abzuwenden.

Sammlung tropischer Zimmerpflanzen wie Philodendren und Monstera auf Holzmöbeln, mit einem großen metallisch-goldenen Übertopf und geflochtenen Körben

Anzeichen für Wassermangel

Das offensichtlichste Zeichen für zu wenig Wasser ist natürlich ein völlig ausgetrocknetes Substrat. Wenn Sie viele Pflanzen besitzen, sollten Sie auf folgende Symptome achten:

  • Herabhängende Blätter, die völlig leblos wirken.
  • Die Erde löst sich vom Rand des Pflanztopfes ab.
  • Die Stängel der Pflanze sind schwach oder brüchig. In diesem Fall ist die Pflanze unterversorgt und benötigt vorsichtige Wassergaben.

Gefahren von Staunässe vermeiden

Wussten Sie, dass Überwässerung genauso schädlich sein kann wie Wassermangel? Zu viel Wasser kann dazu führen, dass die Wurzeln ersticken, was zu gelben Blättern, Welke und letztlich zum Absterben der Pflanze führt.

Sauerstoffmangel

Wenn das Substrat komplett wassergesättigt ist, gelangt kein Sauerstoff mehr an die Wurzeln. Dieser Luftmangel führt zu Schlaffheit und Welkeerscheinungen. Oft bildet sich ein schleimiger Belag auf der Erde. Wenn Sie dies rechtzeitig bemerken, lässt sich der Schaden oft noch beheben.

Wurzelfäule

Sauerstoffmangel durch zu viel Gießen führt unweigerlich zum schlimmsten Szenario: Wurzelfäule. In diesem Fall sollten Sie den Pflanztopf vorsichtig umdrehen und den Wurzelballen herausnehmen.

Wickeln Sie mehrere Lagen Küchenpapier um den Ballen, um überschüssiges Wasser aufzusaugen. Entfernen Sie eventuelle Schädlinge wie Wollläuse. Lassen Sie den Wurzelballen so eingewickelt, bis er fast trocken ist.

Wenn Wurzeln bereits in staunasser Erde wachsen, ist es oft schon zu spät. Überwässerte Erde verhindert die Sauerstoffzufuhr und stoppt das Wachstum komplett. Je länger die Wurzeln ohne Luft bleiben, desto größer ist der Schaden.

Absterben der Pflanzen

Das Eingehen von Zimmerpflanzen ist leider eine häufige Folge von Überwässerung und oft das Resultat falscher Informationen zur richtigen Bewässerung. Lesen Sie den folgenden Abschnitt, um zu erfahren, wie Sie dies vermeiden!

Verminderte Vitalität

Pflanzen nehmen überschüssiges Gießwasser nicht auf; stattdessen sammelt es sich an den Wurzeln und lässt diese „ertrinken“. Dies mindert die Vitalität und schwächt die natürlichen Abwehrkräfte gegen Krankheiten und Schädlinge.

Durch gezielte Maßnahmen gegen Überwässerung stellen Sie die optimale Gesundheit Ihrer Pflanzen sicher und fördern ein kräftiges Wachstum sowie eine prächtige Optik.

Eine Hand mit einer Sprühflasche besprüht eine grüne Zimmerpflanze auf einem Holzregal vor einem hellen Fenster, während das Sonnenlicht durch den Nebel fällt

Weitere Tipps für die Innenraumbewässerung

Zimmerpflanzen im Topf benötigen die richtige Feuchtigkeitsbalance, um glücklich und gesund zu bleiben. Bei der Pflege im Haus sollten alle Exemplare gleichermaßen beachtet werden. Als allgemeine Faustregel gilt: „Lieber etwas zu trocken als zu nass“.

Um es in Zahlen auszudrücken: Gießen Sie Ihre Pflanzen, wenn das Substrat im Sommer zu 25 % oder im Winter zu 50 % abgetrocknet ist. Zum Testen können Sie ein Holzstäbchen in die Erde stecken. Wenn Erde am Stäbchen hängen bleibt, ist das Substrat noch feucht.

Zudem ist es essenziell, dass alle Pflanztöpfe einen guten Wasserabzug ermöglichen.

Nahaufnahme von leuchtend grünen Monstera deliciosa Blättern mit den charakteristischen Schlitzen vor einem sanften Hintergrund mit warmen Lichtern.

Richtig gießen nach dem Kauf

Endlich haben Sie die Pflanze, die Sie schon seit Wochen bewundern, und können es kaum erwarten, sie in Ihr Zuhause zu integrieren. Doch kaum steht sie an ihrem Platz, stellt sich die Frage: Wie oft muss sie eigentlich gegossen werden? Wie viel ist zu viel? Was, wenn ich sie übergieße? Damit Sie beruhigt sein können (und Ihr neuer grüner Freund nicht schon nach zwei Tagen eingeht), finden Sie hier eine kurze Anleitung für die erste Zeit.

Prüfen Sie nach dem Kauf zuerst das Substrat

Bevor Sie Ihre neue Pflanze zum ersten Mal gießen, ist eine Prüfung der Bodenfeuchtigkeit unerlässlich. Der Wasserbedarf hängt von Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Pflanzenart ab.

Ein kurzer Blick auf die Erde verrät viel über den Zustand und den Durst Ihres Gewächses. Durch diese Prüfung sparen Sie langfristig Zeit und Mühe, da Sie typische Fehler wie Über- oder Unterwässerung vermeiden.

Wir bieten für jede unserer Pflanzen detaillierte Ratgeber an, die Ihnen genau sagen, was die jeweilige Sorte benötigt!

Bei trockener Erde sofort gießen

Es ist wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, ob das Substrat zu trocken ist, und bei Bedarf für ausreichend Feuchtigkeit zu sorgen. Eine gleichmäßige, leichte Feuchtigkeit ist für die Gesundheit der meisten Pflanzen optimal. Wenn sich die Erde staubtrocken anfühlt, hilft sofortiges Gießen der Pflanze bei der Regeneration.

Bei feuchter Erde ein bis zwei Tage warten

Achten Sie beim Gießen immer auf den Unterschied zwischen trockener und feuchter Erde. Wie bereits erwähnt, können Sie dies einfach mit einem Holzstäbchen testen. Fühlt es sich feucht an, sollten Sie mit dem nächsten Gießen noch ein bis zwei Tage warten.

Bedenken Sie auch die individuellen Bedürfnisse: Einige Sorten bevorzugen einen vollsonnigen Standort und eher trockenes Substrat, während andere einen gut durchlässigen Boden benötigen, der konstant leicht feucht, aber niemals nass gehalten wird.

Eine Efeutute mit grün-gelb panaschierten Blättern, die über den Rand eines modernen weißen Übertopfs auf einer Holzoberfläche rankt. Die Blätter glänzen gesund.

Jetzt sind Sie Experte!

Das Gießen von Zimmerpflanzen kann anfangs eine Herausforderung sein. Doch sobald Sie Routine entwickelt und einen passenden Gießplan erstellt haben, lassen sich Probleme künftig leicht vermeiden. Dieser Leitfaden hilft Ihnen mit unkomplizierten Richtlinien dabei, sowohl Staunässe als auch Austrocknung zu verhindern. Sorgen Sie für glückliche Zimmerpflanzen, indem Sie ihnen genau die richtige Menge Wasser geben – am besten zum optimalen Zeitpunkt.

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