Heckenpflanzen sind weit mehr als nur eine reine Grundstücksbegrenzung. Mit der richtigen Wahl schaffen Sie eine prachtvolle grüne Kulisse für Ihre Beete, die durch ganzjährige Struktur, eine beeindruckende Herbstfärbung und als Lebensraum für nistende Vögel sowie andere Nützlinge überzeugt. All dies trägt zum wunderbaren Zusammenspiel des Ökosystems in Ihrem Garten bei.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass das Pflanzen einer eigenen Hecke aus wurzelnackter Ware kompliziert oder schwierig sei – das ist es keineswegs. Mit ein wenig Anleitung von Experten (wie uns!) lassen sich einreihige oder versetzte doppelreihige Hecken ganz unkompliziert anlegen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie einfach das Projekt gelingt.
Planung Ihrer Heckenpflanzung
Die wohl wichtigste Phase des gesamten Prozesses ist die Planung. Fehler an dieser Stelle können viel Zeit, Geld und Mühe kosten. Daher empfiehlt es sich, ausreichend Zeit zu investieren, um ein optimales Ergebnis sicherzustellen.
Wie viele Heckenpflanzen werden benötigt? Der übliche Pflanzabstand für wurzelnackte Exemplare beträgt etwa drei Pflanzen pro Meter – also eine Pflanze alle 33 cm. Dies sorgt für eine dichte Hecke, durch die man sich nicht hindurchzwängen kann. Da einige Sorten jedoch abweichen, sollten Sie die spezifischen Empfehlungen für Ihre gewählten Gewächse prüfen.

Wenn Sie eine versetzte Doppelreihe pflanzen, können Sie denselben Abstand innerhalb jeder Reihe einhalten, sollten die Pflanzen jedoch – wie der Name sagt – versetzt anordnen:
Reihe 1: 16,5 cm | 49,5 cm | 82,5 cm
Reihe 2: 33 cm | 66 cm | 99 cm
Und so weiter. Beachten Sie, dass wir nicht bei 0 cm beginnen, da die erste Pflanze Platz zum Ausbreiten benötigt, um die entstandene Lücke zu füllen. Skizzieren Sie dies am besten in einem Diagramm, um die exakte Menge der benötigten Heckenpflanzen zu ermitteln.
Hinweis: Topf- oder Containerpflanzen sowie Ballenware können größer sein und benötigen daher unter Umständen einen weiteren Pflanzabstand – prüfen Sie die empfohlene Pflanzdichte beim Kauf. Auch bei Mischhecken kann der Bedarf je nach Sorte variieren; im Zweifel hilft eine Rücksprache mit dem Fachhandel.
Wann sollte man eine Hecke pflanzen?
Der ideale Zeitpunkt für die Pflanzung ist bei immergrünen oder halb-immergrünen Sorten der frühe Herbst. Laubabwerfende Gehölze pflanzt man am besten zwischen Mitte Herbst und dem späten Winter. Entscheidend ist, dass der Boden gut bearbeitbar und frostfrei ist.
Vorbereitung der Pflanzfläche

Als Nächstes steht eine gründliche Bodenvorbereitung an. Falls Sie ein Herbizid zur Unkrautbekämpfung einsetzen möchten, sollte dies einige Wochen vor der Pflanzung geschehen, damit der Wirkstoff abgebaut ist. Alternativ sollte das Unkraut sorgfältig von Hand entfernt werden.
Nun geht es ans Graben! Heben Sie pro Heckenreihe einen Graben von etwa 60 bis 90 cm Breite und etwa einer Spatenblatt-Tiefe aus. Halten Sie dabei etwas Abstand zur Grundstücksgrenze, um nicht auf das Nachbargrundstück überzugreifen.
Pflanzen Ihrer neuen Hecke
Jetzt werden die Heckenpflanzen in die Erde gesetzt. Dank Ihres Plans wissen Sie genau, wo jedes Exemplar platziert werden muss (Markierungen im Graben können hierbei Zeit sparen). Setzen Sie die Pflanzen ein und schneiden Sie dabei beschädigte Wurzeln vorsichtig zurück.
Breiten Sie die Wurzeln beim Einsetzen flach aus. Bei Topfpflanzen sollte das Substrat an den Wurzeln leicht gelockert werden, um den Wurzelverlauf besser beurteilen zu können. Mischen Sie Gartenkompost unter den Erdaushub und füllen Sie das Loch auf – achten Sie dabei darauf, dass auch die Zwischenräume der Wurzeln gut mit Erde umschlossen sind. Ein Mulchen der Bodenoberfläche mit Kompost ist zu diesem Zeitpunkt ideal, um späterem Unkrautwuchs vorzubeugen.
Wichtiger Tipp: Geben Sie kein organisches Material direkt auf den Boden des Grabens. Während des Zersetzungsprozesses könnten sich die Wurzeln leicht verschieben, was die Standfestigkeit der Hecke beeinträchtigen kann.

Pflege der Heckenpflanzen
In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung muss der Boden während Trockenperioden stets feucht gehalten werden, bis sich die Gewächse etabliert haben. Wässern Sie die Hecke am besten immer dann mit, wenn Sie auch den restlichen Garten gießen. Sobald die Pflanzen angewurzelt sind, versorgen sie sich in der Regel selbstständig und benötigen nur noch bei extremer Hitze zusätzliche Wassergaben.
Zudem ist es ratsam, jedes Frühjahr zu mulchen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und unerwünschten Wildwuchs zu unterdrücken.
Mögliche Probleme bei Hecken
Sollten sich die Pflanzen nicht wie erhofft entwickeln, liegt dies meist an Wassermangel. Prüfen Sie die Bodenoberfläche: Ist sie sehr trocken, sollte regelmäßiger gegossen werden. Eine Mulchschicht hilft dem Boden dabei, die Feuchtigkeit länger zu speichern.
Sehr junge Pflanzen sollten zudem vor starkem Frost geschützt werden. Da die Pflanzung meist im mittleren Herbst erfolgt, sind sie meist robust genug, doch bei plötzlichen Kälteeinbrüchen kann eine Abdeckung mit einem Vlies oder einer Schutzfolie hilfreich sein.
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Craig Wilson
Mitbegründer und hauseigener Gartenexperte bei Gardeners Dream.
Craig Wilson, Mitbegründer und Geschäftsführer von Gardeners Dream, hat sich als feste Größe in der Online-Gartenbranche etabliert. Mit über zwei Jahrzehnten Fachwissen und praktischer Erfahrung ist er stolz darauf, seine besten Tipps und Tricks für den Garten weiterzugeben.