Der Albtraum eines jeden Gärtners – das gewöhnliche Unkraut. Diese hartnäckigen kleinen Plagegeister sind eine ständige Bedrohung für unseren Traumgarten. Ein Teil des Problems besteht darin, dass es so viele verschiedene Arten von Unkraut gibt, dass es oft schwierig ist, genau zu identifizieren, womit man es zu tun hat.

Hier kommen wir ins Spiel. In diesem Blog schauen wir uns genau an, was man unter Gartenunkraut versteht, bevor wir die 30 häufigsten Unkräuter in Deutschland vorstellen und Ihnen zeigen, wie Sie diese anhand von Fotos bestimmen können.
Was ist ein Unkraut im Garten?
Unkräuter im Garten und auf dem Rasen sind Pflanzen, die dort nicht erwünscht sind. Sie entziehen dem Boden wertvolle Nährstoffe und Wasser, was bedeutet, dass Ihre Jungpflanzen und Gräser Schwierigkeiten haben können, optimal zu gedeihen. Wir helfen Ihnen bei der Identifizierung von Unkräutern, die einen gesunden Rasen und Garten verhindern können. Entdecken Sie unsere Auswahl an Unkrautvernichtern, falls Sie Unterstützung bei der Bekämpfung benötigen.
30 häufige Unkräuter in Rasen & Garten und wie man sie erkennt
1. Löwenzahn
Der Löwenzahn ist eine weit verbreitete mehrjährige Pflanze, die man an ihren gelben Blüten erkennt, die sich später in Pusteblumen verwandeln. Diese Pflanzen verbreiten ihre Samen wie kleine Fallschirme (besonders beliebt bei Kindern!). Mulchen Sie Ihre Beete, um den Wuchs zu unterdrücken, und entfernen Sie bestehende Pflanzen per Hand samt Wurzel.
2. Fingerhirse
Dieses grasartige Unkraut bildet überall dort Wurzeln, wo der Stängel Kontakt mit dem Boden hat, wodurch es sich rasant ausbreitet. Es handelt sich um ein einjähriges Unkraut, das meist beim ersten Frost abstirbt, aber die Samen können bis zu drei Jahre im Boden überdauern. Die Ausbreitung lässt sich durch regelmäßiges Mähen kontrollieren.
3. Sauerklee (Oxalis)
Wie der Löwenzahn gehört auch der Sauerklee zu den breitblättrigen Unkräutern, die gelbe Blüten bilden. Er besitzt ein mehrjähriges, kriechendes Wurzelsystem, das schnell außer Kontrolle geraten kann. Er zählt zu den optisch ansprechenderen Unkräutern, kann aber durch Mulchen oder Jäten per Hand eingedämmt werden.
4. Vogelmiere
Diese einjährige Wildpflanze bildet winzige weiße Blüten mit hellgrünen Blättern in Sternform. Sie produziert Samen, die extrem schnell keimen, weshalb dieses eigentlich hübsche Gewächs schnell Überhand nehmen kann. Vorbeugen können Sie, indem Sie Gartenbeete im zeitigen Frühjahr mulchen.
5. Gemeine Quecke
Dieses schnellwüchsige, ausdauernde Unkraut findet sich häufig in Rabatten und breitet sich durch unterirdische Ausläufer rasch aus. Sie wurzelt zwar nicht tief, bildet aber im zeitigen Frühjahr Rhizome, die Wurzeln schlagen, bevor andere Pflanzen eine Chance haben. Die Entfernung gelingt durch Ausstechen mit der Grabgabel oder durch Mulchen.
6. Kletten-Labkraut
Diese „klebrigen“ Unkräuter mit hellgrünen Blättern haften an Kleidung und Haustieren (ebenfalls sehr beliebt bei Kindern!). Sie produzieren hunderte von Samen, lassen sich aber sehr leicht per Hand herausziehen.
7. Schaumkraut

Diese flach wachsenden Pflanzen haben kleine weiße Blüten und verbreiten sich schnell über Samen, die bis zu einem Meter weit von der Mutterpflanze weggeschleudert werden können. Der einfachste Weg zur Entfernung ist das Herausziehen per Hand.
8. Acker-Kratzdistel
Diese mehrjährige Pflanze hat dornige grüne Blätter und ein tiefes Wurzelsystem, was die Entfernung erschwert. Sie können sie per Hand ausgraben, wobei ein Breitband-Herbizid oft die effizientere Lösung darstellt.
9. Stängelumfassende Taubnessel
Die Taubnessel ist eine kriechende Pflanze, die flach am Boden wächst. Sie hat weiche, behaarte Stängel und bildet purpurfarbene Blüten. Sie kann sich aggressiv ausbreiten, was Sie verhindern können, indem Sie die Pflanzen vor der Blüte entfernen.
10. Gundermann (Gundelrebe)
Gundermann erkennt man an seinen gekerbten Blättern und lila Blütenclustern. Er verbreitet sich über horizontale Ausläufer, die bei Bodenkontakt wurzeln. Er kann sogar aus abgebrochenen Stängelstücken regenerieren. Die beste Bekämpfung erfolgt manuell oder mit einem Herbizid.
11. Jakobskreuzkraut
Das Kreuzkraut mag harmlos aussehen, gehört aber zu den Giftpflanzen, die Pferden oder Rindern gefährlich werden können. Es bildet viele Samen und verbreitet sich schnell, lässt sich aber durch Ausstechen gut entfernen.
12. Brennnesseln

Weniger beliebt bei Kindern, verbreiten sich Brennnesseln durch Samen und kriechende Wurzeln. Da ihr Wurzelsystem recht flach ist, können sie (mit festen Gartenhandschuhen!) gut per Hand herausgezogen werden.
13. Kriechender Hahnenfuß
Dieses hübsche Unkraut mit leuchtend gelben Blüten verfügt über ein dichtes Netz aus Trieben und Ausläufern, wodurch es sich rasant ausbreitet. Sie können die Pflanzen leicht ausgraben oder einfach verblühte Blüten entfernen, um die Versamung zu stoppen.
14. Japanknöterich

Diese extrem schnellwüchsige, invasive Pflanze kann ein massives Problem darstellen – in manchen Ländern ist man sogar gesetzlich verpflichtet, das Vorkommen beim Hausverkauf anzugeben. Oft ist professionelle Hilfe zur fachgerechten Entfernung und Entsorgung erforderlich.
15. Gemeine Ochsenzunge
Diese kräftige Staude kann kleinere Pflanzen im Garten förmlich ersticken. Man erkennt sie an den borstigen grünen Blättern und blauen Blüten. Zur Bekämpfung sollten Sie die Pflanzen ausgraben.
16. Echte Nelkenwurz
Die Nelkenwurz kann trotz ihrer hübschen gelben Blüten zur Plage werden, da sie sich über Hakenfrüchte verbreitet, die an Tieren und Kleidung haften bleiben. Zur Entfernung können Sie Mulch verwenden, um Keimlinge zu unterdrücken, oder die Pflanzen per Hand jäten.
17. Ackerwinde
Die Ackerwinde nutzt ein weitreichendes Wurzelsystem, um mit ihren pfeilförmigen Blättern und rankenden Trieben bis zu 2 Meter hoch zu klettern. Als ausdauerndes Gewächs lässt sich ihr Wuchs durch Mulchen oder ein Totalherbizid kontrollieren.
18. Ampfer (Dolden-Ampfer)
Ein weiteres ausdauerndes Unkraut, bekannt für seine breiten, dunkelgrünen Blätter und großen Samenstände. Der beste Weg, dem Ampfer vorzubeugen, ist das Mulchen.
19. Zypergras (Nussgras)
Ein grasähnliches, mehrjähriges Unkraut mit schmalen grünen Blättern und dreieckigen Stängeln. Es wächst oft schneller als der Rasen, was die Identifizierung erleichtert. Am besten per Hand ausstechen.
20. Wegerich (Breitwegerich)
Mit seinen ovalen, breiten Blättern und dünnen Blütenähren ist der Wegerich leicht zu erkennen, breitet sich aber schnell aus. Vorbeugen lässt sich durch Mulchen oder den Einsatz eines Nachauflauf-Herbizids.
21. Commelina (Tagblume)
Ein weiteres grasartiges Unkraut ist die Tagblume, die mit ihren dunkelgrünen Blättern und blauen Sommerblüten beachtliche Höhen erreichen kann. Hier hilft am besten Mulchen oder ein Totalherbizid.
22. Giersch
Als kriechendes Unkraut verbreitet sich Giersch schnell von Garten zu Garten. Man erkennt ihn an den weißen Blütendolden, die an Holunder erinnern. Mit der Grabgabel entfernen oder bei hartnäckigem Befall einen Unkrautvernichter verwenden.
23. Scharbockskraut
Diese Pflanze wächst flach am Boden und bildet gelbe Blüten. Ihr Wurzelsystem breitet sich schnell aus. Da es nur im Frühjahr sichtbar ist, sollten Sie frühzeitig mulchen oder es per Hand entfernen.
24. Ehrenpreis (Speedwell)
Ehrenpreis nutzt kriechende Stängel zur schnellen Ausbreitung, was besonders im Rasen zum Problem werden kann. Er hat kleine Blüten (in verschiedenen Farben) und ovale Blätter. Mulchen Sie Jungpflanzen sofort, wenn Sie diese entdecken.
25. Ferkelkraut
Wird aufgrund der ähnlichen gelben Blüten oft mit Löwenzahn verwechselt und verbreitet seine Samen auf die gleiche Weise. Zur Kontrolle empfehlen wir Mulchen und Jäten per Hand.
26. Weißklee
Mit seinen kleinen, weißen Blütenköpfen und dreiteiligen Blättern bildet Weißklee sehr schnell dichte Teppiche. Mulchen Sie Gartenbeete zur Vorbeugung oder verwenden Sie eisenbasierte Rasendünger mit Unkrautvernichter.
27. Amarant (Fuchsschwanz)
Diese hochwachsenden Pflanzen bilden grüne Blütencluster an großen grünen Blättern. Um sie zu entfernen, sollten Sie mulchen oder ein Vorauflauf-Herbizid einsetzen.
28. Weißer Gänsefuß
Der Gänsefuß ist eigentlich ein essbares Wildkraut (ähnlich wie Spinat), kann aber durch schnelles Wachstum lästig werden. Er lässt sich leicht herausziehen; bei starkem Befall ist der Einsatz eines Unkrautvernichters ratsam.
29. Gemeines Hornkraut
Das Hornkraut bildet winzige weiße Blüten mit fünf Blütenblättern und hat weiß behaarte, dunkelgrüne Blätter. Es breitet sich über die Wurzeln aus, daher sollten Sie die Pflanzen per Hand entfernen und darauf achten, das gesamte Wurzelsystem zu erfassen.
30. Efeu
Efeu ist ein starkwüchsiger Kletterer mit dunkelgrünen, hell geäderten Blättern. Er kann bei Hautkontakt reizend wirken und ist sehr invasiv. Schneiden Sie die Triebe regelmäßig zurück oder nutzen Sie ein Herbizid, wenn der Wuchs nicht mehr beherrschbar ist.
Unkraut bekämpfen und dauerhaft vorbeugen
Es gibt drei bewährte Methoden, um Gartenunkraut zu kontrollieren: manuelles Jäten, Mulchen und der Einsatz passender Unkrautvernichter. Um Ihre Gartenpflanzen und den Rasen zu schützen, ist eine regelmäßige Kontrolle unerlässlich.
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Craig Wilson
Mitbegründer und hauseigener Gartenexperte bei Gardeners Dream.
Craig Wilson, Mitbegründer und Geschäftsführer von Gardeners Dream, hat sich als feste Größe in der Online-Gartenbranche etabliert. Mit über zwei Jahrzehnten Fachwissen und praktischer Erfahrung ist er stolz darauf, seine besten Tipps und Tricks für den Garten weiterzugeben.