Skimmien (Skimmia) überzeugen in den Wintermonaten mit glänzenden, immergrünen Blättern und Rispen aus roten oder weißen Knospen, die im Frühling erblühen. Diese kompakten Sträucher sind pflegeleicht und eignen sich ideal für Kübel, Terrassen und kleine Gärten.
Skimmien sind immergrüne, winterharte Sträucher, die ursprünglich aus Japan, China und Südostasien stammen. Sie bevorzugen Schatten gegenüber direkter Sonne und sind eine hervorragende Wahl, um kleineren Gärten Struktur zu verleihen, da selbst größere Sorten nur etwa 1,5 Meter hoch werden. Skimmien sorgen das ganze Jahr über für optische Reize in Ihrem Garten: mit einer Fülle an weißen, rosa oder roten Knospen im Winter, duftenden Blüten im Frühjahr und Beeren im Herbst (bei weiblichen und selbstfruchtenden Sorten).
Die meisten in Deutschland erhältlichen Exemplare sind Zuchtsorten der Japanischen Skimmie (Skimmia japonica), obwohl auch andere Varietäten verfügbar sind. Da Skimmien langsam wachsen, empfiehlt es sich, die Sträucher direkt in größeren Topfgrößen zu kaufen, insbesondere wenn sie in Beete gepflanzt werden sollen. Sie sind eine wertvolle Bereicherung für einen Garten im japanischen Stil oder einen Waldgarten und setzen zudem Farbakzente in nach Norden ausgerichteten Gärten sowie auf schattigen Terrassen.
Männliche vs. weibliche Skimmien
Die meisten Skimmia-Sorten sind diözisch (zweihäusig), was bedeutet, dass jede Pflanze entweder männliche oder weibliche Blütenmerkmale besitzt. Männliche Sorten weisen meist eine prächtigere Blütenbildung auf, bilden jedoch keine Beeren. Weibliche Kultivare müssen bestäubt werden, damit sich Beeren entwickeln, weshalb eine männliche Pflanze in der Nähe stehen sollte.
Einige wenige Sorten, wie etwa Skimmia japonica subsp. reevesiana und Skimmia ‚Obsession‘, sind selbstfruchtend und bilden sowohl Blüten als auch Beeren, ohne dass eine weitere Pflanze benötigt wird – ideal bei begrenztem Platzangebot.
Der ideale Standort für Skimmien

Skimmien bevorzugen den Halbschatten, vertragen aber auch tiefen Schatten. Die meisten Sorten gedeihen in praller Sonne schlecht, da sich die Blätter dort gelb verfärben können. Wenn Sie dennoch eine Skimmie an einem sonnigeren Platz pflanzen möchten, ist Skimmia × confusa ‚Kew Green‘ toleranter gegenüber Sonne als andere Varietäten.
In Beeten wachsen Skimmien gut, solange der Boden nicht zu Staunässe neigt oder extrem austrocknet. Aufgrund ihres langsamen Wachstums und ihrer kompakten Form sind sie zudem exzellente Sträucher für die Kübelhaltung.
Wann sollte man Skimmien pflanzen?
Sie können die Japanische Skimmie (Skimmia japonica) zu jeder Jahreszeit pflanzen, sofern der Boden nicht gefroren ist. Der Herbst und das Frühjahr eignen sich am besten, da der Boden dann feucht ist und natürlicher Regen das zusätzliche Gießen auf ein Minimum reduziert.
Skimmien richtig pflanzen
Im Gegensatz zu Rhododendren und Azaleen benötigen Skimmien keine Moorbeeterde. Sie können sie in fast alle Gartenböden pflanzen, sofern Sie etwas organisches Material einarbeiten, um die Bodenstruktur und die Feuchtigkeitsspeicherung zu verbessern.
Heben Sie ein Loch aus, das doppelt so breit wie der Wurzelballen ist, setzen Sie die Pflanze hinein und füllen Sie das Loch so weit auf, dass die Skimmie genauso tief sitzt wie zuvor im Topf. In den ersten 12 bis 18 Monaten benötigt das Gewächs regelmäßige Wassergaben.
Bei der Kübelpflanzung sollten Sie ein Gefäß wählen, das etwa fünf Zentimeter größer ist als der ursprüngliche Topf. Da Skimmien langsam wachsen, kann ein zu großer Topf zu Problemen führen. Befüllen Sie das Gefäß mit hochwertiger Mehrzweck-Blumenerde, setzen Sie die Pflanze auf derselben Höhe wie zuvor ein und gießen Sie sie gründlich an.
Pflege der Skimmia japonica

Eingewurzelte Skimmien sind relativ trockenheitsresistent, außer sie stehen in sehr sandigen Böden – hier kann zusätzliches Gießen nötig sein. Skimmien im Kübel müssen das ganze Jahr über regelmäßig gegossen werden, damit das Substrat nicht vollständig austrocknet.
Eine Düngung im Beet ist meist nicht erforderlich, jedoch profitieren die Pflanzen von einer großzügigen Mulchschicht im späten Winter oder frühen Frühjahr. Skimmien sind in Deutschland vollkommen winterhart und benötigen im Normalfall keinen zusätzlichen Winterschutz.
Skimmien schneiden
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend notwendig, außer um gelegentlich aus der Form geratene Triebe zu entfernen. Diese können im Frühjahr eingekürzt werden, um die kompakte Form zu bewahren.
Vermehrung von Skimmien
Skimmien lassen sich durch halbverholzte Stecklinge im Hoch- bis Spätsommer vermehren. Schneiden Sie einen Abschnitt von einem neuen, nicht blühenden Trieb ab, entfernen Sie die unteren Blätter, um die Verdunstung zu minimieren, und kappen Sie den Steckling direkt unterhalb eines Knotens. Setzen Sie ihn in einen Topf mit einer Mischung aus Erde und Perlit und gießen Sie ihn gut an. Nach vier bis sechs Wochen sollten sich die ersten Wurzeln bilden.
Es ist auch möglich, Samen aus den reifen Beeren im Herbst zu gewinnen und auszusäen. Dies ist jedoch langwierig und die daraus entstehenden Pflanzen weichen oft optisch von der Mutterpflanze ab.
Probleme bei Skimmia japonica
Gelbe Blätter an Ihrer Skimmie deuten meist auf Trockenstress oder zu viel direkte Sonneneinstrahlung hin. Versetzen Sie die Pflanze an einen schattigeren Standort oder verbessern Sie die Bodenfeuchtigkeit durch Mulch und häufigeres Gießen während Trockenperioden.
Weiße Beläge an Trieben und Blättern im Frühjahr oder Frühsommer können ein Anzeichen für die Wollige Napfschildlaus sein. Es handelt sich dabei um Eigelege, die zwar unschön aussehen, der Pflanze jedoch meist keinen dauerhaften Schaden zufügen.
Unsere beliebtesten Skimmia-Sorten
Skimmia japonica ‚Rubella‘ ist eine sehr gefragte Sorte, die für ihre dunkelroten Knospenrispen geschätzt wird, welche den ganzen Winter über für Farbe sorgen. Die Knospen entfalten sich im März und April zu weißen Blüten.
Skimmia ‚Fragrant Cloud‘ bildet im Winter lindgrüne Knospen, gefolgt von intensiv duftenden weißen Blüten im Frühjahr.
Skimmia ‚Magic Marlot‘ ist eine kompakte Sorte mit hübsch panaschierten Blättern, die sich optimal für Töpfe eignet. Die im Herbst erscheinenden weißen Knospen färben sich über den Winter rot, bevor sie im Frühling aufblühen.
Skimmia ‚Kew White‘ ist eine weibliche Sorte mit duftenden weißen Blüten im Frühjahr. Pflanzen Sie diese neben eine männliche Sorte, um die Bestäubung und die Bildung weißer Beeren im Herbst sicherzustellen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie nah müssen männliche und weibliche Skimmien beieinander stehen?
Weibliche Skimmien benötigen eine Bestäubung zur Beerenbildung. Das bedeutet, dass Skimmia japonica Sträucher nah genug beieinander stehen sollten, damit Insekten wie Bienen problemlos zwischen ihnen hin- und herfliegen können. Sie müssen nicht unmittelbar nebeneinander gepflanzt werden; ein Abstand von bis zu 15 Metern ist ideal. Eine männliche Pflanze kann mehrere weibliche Pflanzen bestäuben.
Benötigen Skimmien Moorbeeterde?
Nein, Skimmien müssen nicht zwingend in spezieller Rhododendron- oder Moorbeeterde kultiviert werden. Sie bevorzugen einen nährstoffreichen, humosen Boden, der gleichmäßig feucht, aber nicht nass ist. Arbeiten Sie vor der Pflanzung einfach etwas Kompost oder organisches Material in die Erde ein.
Wann werden Skimmien geschnitten?
Skimmien benötigen keinen regelmäßigen Schnitt. Zu lang gewordene Triebe können jedoch im Frühjahr eingekürzt werden. Falls Sie einen sehr alten, verkahlten Strauch übernommen haben, ist es meist sinnvoller, diesen zu ersetzen, anstatt einen radikalen Verjüngungsschnitt zu versuchen.
Wie groß werden Skimmien?
Die meisten Sorten erreichen eine maximale Höhe von etwa 1,5 Metern. Es gibt jedoch auch kompaktere Züchtungen, die lediglich 50 bis 75 cm hoch werden.
Warum bekommt meine Skimmie gelbe Blätter?
Gelbe Blätter sind meist die Folge von zu viel Sonne oder zu trockenem Boden. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Denken Sie daran, in Trockenphasen regelmäßig zu wässern. Sollte der Standort zu sonnig sein, empfiehlt sich ein Umsetzen der Pflanze im Frühjahr oder Herbst an einen schattigeren Platz.
Alison Ingleby
Gartenbau-Redakteurin bei Gardeners Dream.
Alison verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Anbau von Obst, Gemüse und Blumen – von der Topfbepflanzung auf dem Balkon bis hin zu Hausgärten und Kleingärten. Derzeit gestaltet sie ihren eigenen Außenbereich neu, um einen spielerischen, kinderfreundlichen Garten voller Farbakzente zu schaffen. In ihrer Freizeit unterstützt sie einen Gemeinschaftsgarten für Familien, die einen frühen Kindstod erfahren haben.
Alison teilt leidenschaftlich gerne ihr Gartenwissen sowie praktische Tipps und schwärmt jedem, der ihr zuhört, von den Vorzügen des Gärtnerns vor!