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Wiesenschnakenlarven erfolgreich bekämpfen

In diesem Blog zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Befall durch Wiesenschnaken-Larven erkennen, wie Sie diesen vorbeugen und wie Sie die Schädlinge schließlich bekämpfen.
11. Dez 2025|
3 Min.
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Von Craig Wilson

Was Schädlinge im Garten betrifft, gehören Wiesenschnakenlarven zu den hartnäckigsten – insbesondere für den Rasen in Deutschland. Wenn man sie gewähren lässt, können diese kleinen Plagegeister eine komplette Rasenfläche zerstören. Daher ist es wichtig, genau zu wissen, womit man es zu tun hat und wie man die Kontrolle über den eigenen Garten zurückgewinnt.

Ein Rotkehlchen mit der charakteristischen orangeroten Brust steht in sattgrünem Gras und hält einen kleinen Wurm oder eine Larve im Schnabel. Der Vogel ist detailgetreu vor einem weichen, natürlichen Hintergrund eingefangen.

Genau hier können wir helfen. In diesem Blog zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Befall durch Wiesenschnakenlarven erkennen, wie Sie deren Ausbreitung im Garten verhindern und wie Sie die Larven schließlich bekämpfen – dabei schauen wir uns verschiedene Möglichkeiten von der manuellen Entfernung bis hin zu biologischen Lösungen an.

Was sind Wiesenschnakenlarven?

Wiesenschnakenlarven sind das Larvenstadium der Wiesenschnake, die viele auch unter dem Namen Schneider oder Schuster kennen. Sie leben knapp unter der Rasenoberfläche und kommen erst zum Vorschein, wenn sie sich in ausgewachsene Schnaken verwandelt haben, was meist zwischen August und Oktober der Fall ist. Die adulten Tiere legen dann ihre Eier ab, woraus neue Larven schlüpfen und der Kreislauf von vorn beginnt.

Optisch sind sie dunkel (schwarz oder braun) gefärbt, wodurch sie im Boden schwer zu entdecken sind. Sie werden etwa 2,5 bis 4 cm lang und besitzen eine sehr zähe, lederartige Haut. Sie ernähren sich primär von den Wurzeln der Rasengräser, können aber auch in Blumenbeete vordringen.

Besonders häufig treten sie nach einem feuchten Herbst auf, da sie feuchte Bedingungen lieben. Auch in Neubaugebieten sind sie oft zu finden, da sie von den zarten Wurzeln frisch verlegten Rollrasens angezogen werden.

Wann treten Wiesenschnakenlarven auf?

Wiesenschnakenlarven sind nach einem nassen und milden Herbst am aktivsten. Obwohl die Larven bereits im Herbst schlüpfen, bemerkt man den Befall meist erst im Frühjahr oder Frühsommer. In sehr kalten Wintern kann ein Teil der Population absterben, doch sobald die Temperaturen steigen, werden sie wieder aktiv. Sie fressen an Wurzeln und Grassamen; in feuchten Nächten kommen sie mitunter an die Oberfläche, um an Stängeln oder dem Laub zu fressen.

Oft lässt sich beobachten, wie Vögel im Winter in der Bodenoberfläche picken, was wiederum zu kahlen Stellen im Rasen führen kann. Sie versuchen so, an die nahrhaften Larven unter der Grasnarbe zu gelangen.

Anzeichen für ein Problem mit Wiesenschnakenlarven

Da sie schwer zu entdecken sind, bemerken Sie ein Problem mit Wiesenschnakenlarven oft erst, wenn erste Schäden wie kahle Stellen im Rasen sichtbar werden. Das erste Anzeichen ist meist eine gelb-braune Verfärbung bestimmter Rasenbereiche, die kurz darauf absterben.

Vögel können ein Indikator sein, allerdings picken sie nach vielerlei Insekten. Wenn Sie jedoch viele kleine Löcher bemerken, die von den Schnäbeln stammen, ist dies ein deutliches Warnsignal. Nach Regenfällen im Frühjahr lassen sich die Larven zudem gelegentlich auf Terrassen und Gartenwegen blicken.

Falls Sie einen Befall vermuten, graben Sie am besten an einigen Stellen kleine Testlöcher – etwa 10 cm tief. Wenn Sie keine Larven direkt sehen, prüfen Sie, ob die Graswurzeln Fraßspuren aufweisen. So lässt sich schnell feststellen, ob Handlungsbedarf besteht – denken Sie dabei an ein paar gute Gartenhandschuhe.

Prävention gegen Wiesenschnakenlarven

Zur Vorbeugung können Sie Nematoden einsetzen. Dies ist eine Form der biologischen Schädlingsbekämpfung. Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die in die Larven eindringen, Krankheiten übertragen und diese so abtöten.

Dies ist die effektivste Methode zur Prävention. Da Nematoden feuchten und warmen Boden benötigen, liegt der ideale Zeitraum für die Ausbringung zwischen August und Oktober. Sie werden einfach mit dem Gießwasser auf dem Rasen verteilt und wirken genau dann, wenn die neuen Larven schlüpfen.

Eine weitere Methode zur Eindämmung ist regelmäßiges Mähen – es ist zwar nicht so wirkungsvoll wie Nematoden, hilft aber dabei, den Befallsdruck niedrig zu halten.

Eine große Wiesenschnake ruht auf einem leuchtend grünen Blatt mit parallelen Blattadern. Das Insekt hat einen langen, schlanken grauen Körper, zwei transparente Flügel und sechs extrem lange, dünne Beine, die sternförmig ausgebreitet sind.

Wiesenschnakenlarven im Rasen bekämpfen

Bei einem massiven Befall kann es ratsam sein, einen Experten hinzuzuziehen. Es gibt spezifische Pflanzenschutzmittel wie Acelepryn, die jedoch oft nur von Fachpersonal mit entsprechendem Sachkundenachweis nach einer Begutachtung angewendet werden dürfen.

Eine natürliche Methode zur Bekämpfung besteht darin, die Larven „auszuspülen“: Wässern Sie die betroffene Fläche durchdringend und decken Sie den Rasen über Nacht mit einer schwarzen Plastikfolie ab. Dies lockt die Larven bis zum Morgen an die Oberfläche, wo sie eine leichte Beute für Vögel und andere natürliche Fressfeinde sind.

Seien Sie bei der Gartenarbeit stets wachsam – indem Sie gefundene Exemplare direkt entfernen, können Sie das Problem oft schon im Keim ersticken.

Fazit

Wir hoffen, dass Sie nun bestens gerüstet sind, um Wiesenschnakenlarven in Ihrem Garten zu identifizieren, ihnen vorzubeugen und sie effektiv zu bekämpfen. Die ausgewachsenen Schnaken mögen harmlos und etwas unbeholfen wirken, doch ihre Larven können Rasenflächen und andere Gewächse nachhaltig schädigen, wenn man nicht rechtzeitig eingreift.

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